Andalusien gilt mit Recht als die schönste, begeisterndste und exotischste Region Spaniens. Wer denkt da nicht an Musik, verwunschene Gärten, an Flamenco, Stierkampf, sengende Sonne, üppige Natur, an Paläste, Moscheen und Kathedralen. Wollte man nur eine einzige Region Spaniens besuchen und sich dabei auf die alles in allem attraktivste beschränken, so würde man sich sicherlich für Andalusien entscheiden. Multikulturell im allerbesten Sinne, doch sich nicht abriegelnd, sich gegenseitig befruchtend und so dokumentierend, dass Toleranz und Achtung eben doch möglich sind zwischen verschiedenen Religionen, zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und oft auch Sprache. Deshalb fühlen wir uns in den verwinkelten Stadtzentren der andalusischen Städte, die meist dominiert werden von einem Alcazar und einer maurisch-christlichen Moschee-Kathedrale, so wohl und gleichzeitig doch so fremd. Sevilla ist die Stadt Carmens und der Barbiere sowie der eindrucksvollen Weltausstellung im Jahre 1992. Córdoba war der Sitz der Kalifen, die Alhambra in Granada ist Europas vollkommenstes arabisches Bauwerk. Alles erleben wir innerhalb einer zauberhaften Landschaft, lichtdurchtränkt unterhalb der Schneegipfel der Sierra Nevada. Andalusien, eine touristische Zielregion voller Verheißungen, Versprechungen, die ganz sicher eine Reise für sich selbst verdient.
Reisehöhepunkte
- Acht Tage unterwegs im schönsten, exotischsten Teil Spaniens
- Sevilla, Córdoba und Granada beflügeln die Phantasie
- Eine Busrundreise in moderaten Distanzen
- Die Höhepunkte Andalusiens in aller landschaftlichen und kulturhistorischen Vielseitigkeit
- Andalusien kulinarisch: Weinprobe, Schinkenverkostung und Tapas-Mittagessen
Reiseverlauf
1. Tag (Mo) Hinflug – Málaga
Linienflug mit LUFTHANSA nach Malaga. Empfang am Flughafen und Transfer zu unserem schönen Hotel im weißen Dorf Mijas. Das Dorf liegt auf einem Felsplateau und bietet atemberaubende Ausblicke auf Fuengirola und das Meer. Spaziergang auf dem botanischen Rundweg, der sich um das Felsplateau schlängelt. Abschließend wird das Weinmuseum des Dorfes besichtigt und es gibt natürlich auch eine Weinprobe. Abendessen in einem Restaurant. (A)
2. Tag (Di) Costa del Sol - Granada
Abfahrt in Richtung Almuñecar, entlang der wunderschönen östlichen Costa del Sol. Wegen des ganz speziellen subtropischen Mikroklimas gedeihen hier Früchte, wie Avocados, Chirimoyas, Zuckerrohr und Mangos. Weiterfahrt in die sagenhafte Sierra Nevada. Der Weg führt zunächst in die Ausläufer der Alpujarras, wo noch die über 800 Jahre alten Bewässerungskanäle zu sehen sind, die zum Teil sogar heute noch genutzt werden. Trevelez, eines der höchst gelegenen Dörfer in ganz Europa, eignet sich aufgrund des trockenen Klimas in diesen Höhen ausgezeichnet für die Herstellung des iberischen Schinkens. Besichtigung einer Trockenkammer mit anschließendem Mittagessen. Nachmittags besuchen wir die Bergdörfer Pampaneira und Capileirat. Übernachtung heute in Granada. (FM)
3. Tag (Mi) Granada
Am Vormittag besichtigen wir die Alhambra und die Gärten der Generalife. Als im 13. Jh. unter den Nasriden das Königreich Granada entstand, beschloss der Gründer Alhamar Ibs Nasr, seine Residenz in die direkte Nachbarschaft der Zitadelle oder Alcazaba zu verlegen. Die Festung wurde neu errichtet und die Bauarbeiten zur Palaststadt aufgenommen, die von seinen Nachfolgern, hauptsächlich Jusuf I. und dessen Sohn Mohammed V., abgeschlossen wurden. Der Name Alhama stammt von dem Wort rot ab und so wird die Alhambra auch die „Rote Burg“ genannt. Anschließend unternehmen wir einen Spaziergang in den Gärten der Generalife. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. (F)
4. Tag (Do) Cordoba - La Carlota
Weiterfahrt nach Zuheros, wo wir die kleine Festungsanlage (von außen) besichtigen, deren Geschichte sich bis ins 9. Jh. zurückverfolgen lässt. Im heutigen Cordoba ist die ruhmreiche Vergangenheit, die im Jahre 152 v. Chr., als der römische Prätor Claudio Marcelo den Ort zur Patrizierstadt erhob und zur Hauptstadt dieses Teils des Römischen Reiches machte, lebendig. Die islamische Geschichte Cordobas begann im Jahre 711 mit einer monatelangen Belagerung. Einige Jahre später gelangt der Omaijaden-Fürst Abd al-Rahman I. nach Cordoba und schafft nun in al-Andalus einen unabhängigen Staat. Es gab mehr als 1000 Moscheen und 800 Badehäuser und hier war auch die größte Bibliothek des mittelalterlichen Europa zu finden. Die kastellanischen Heere rückeroberten die Stadt schließlich im Jahre 1236. Während unserem Stadtrundgang besichtigen wir die Moschee, die auf den Grundfesten einer westgotischen Basilika im Jahre 786 errichtet wurde und wo die Katholischen Könige später eine Kathedrale errichteten. Wer die Mezquita betritt, findet sich in einem Zauberwald aus 850 freistehenden Säulen und rot-weiß bemalten Bögen wieder. Cordoba mit seinen herrlichen Patios (Innenhöfe) und seinem Meisterwerk maurischer Architektur wirkt wie aus Geschichten aus 1001 Nacht. Bevor wir weiterfahren nach Granada machen wir noch einen Rundgang durch das Judenviertel. (F)
5. Tag (Fr) Carmona - Sevilla
Carmona war schon vor Urzeiten bevölkert und hat im Laufe ihrer langen Geschichte die verschiedensten Kulturen erlebt. So war sie von Turdetaniern bevölkert, bevor sie zur phönizischen Kolonie wurde. Jahrhunderte später ließen sich in der Gegend Römer und Mauren nieder, Zivilisationen, die dem Erbe dieser Stadt ihren eigenen Stempel aufgedrückt haben. Der Bereich innerhalb der Stadtmauern geht auf die Römerzeit zurück. Auch die Nekropole (1. Jh. v.Chr.) gehört in diese Zeit. Sie befindet sich außerhalb der Stadt und weist Hunderte von Gräbern und reich verzierte Grabkammern auf, die in den Fels geschlagen wurden. Die Altstadt von Carmona innerhalb der Festungswälle hat es verstanden, ihr Aussehen einer maurischen Medina mit Straßen voller profaner und religiöser Architektur zu wahren. Nachdem wir ein typisches Tapas-Mittagessen in einem Restaurant eingenommen haben, fahren wir weiter nach Sevilla. Hier zeugen heute noch zahlreiche Spuren von der reichen arabischen Vergangenheit der Stadt und ihrer glanzvollen Funktion als Hafen für den Handel mit Amerika. Bei einer Stadtrundfahrt sehen wir u.a. die gigantische Kathedrale Santa Maria, die drittgrößte Kathedrale Europas. Mittelpunkt der prächtigen, bis ins 17. Jh. ausgebauten Anlage, ist der Glockenturm Giralda, ein ab 1184 von den Almorhaden erbautes Minarett. Vorbei an der Plaza de Espana und am Maria-Luisa-Park geht es weiter zum königlichen Schloss Alcázar. Ursprünglich im 12. Jh. von maurischen Herrschern errichtet, wurde dieser Palast besonders unter König Karl V. zum Sitz der katholischen Könige ausgebaut. Ein Spaziergang durch das romantische Altstadtviertel, Barrio Santa Cruz, mit einem Labyrinth aus engen Gassen, Plätzen und Brunnen rundet diesen erlebnisreichen Tag ab. (FM)
6. Tag (Sa) Jerez de la Frontera - Grazalema
In Jerez de la Frontera besuchen wir eine Sherry Bodega, die auch ein kleines Privatmuseum mit antiken Möbeln und ein Gestüt mit reinrassigen andalusischen Pferden betreibt und eine der größten privaten Sammlungen mit mehr als 150 Werken von Picasso, Dali und Miro unterhält. Selbstverständlich werden wir auch die verschiedenen Sherrysorten verkosten. Von hier aus geht es weiter zum Bergdorf Zahara de la Sierra. Im 8. Jh. wurde die Ortschaft von den Arabern gegründet und bedeutet auf arabisch „Blume“. Das weiße Dorf war zu Zeiten der Mauren eine bedeutende Stadt. 1483 wurde es von den Christen eingenommen, die damit den Weg nach Ronda, und damit nach Granada, öffneten. Die Reste einer maurischen Burg aus dem 12. Jh. überragen heute den Ort, und stellen auch wegen der fantastischen auf die Umgebung einen Pflichtbesuch dar. In Zahara besuchen wir zum Abschluss des Tages eine alte Olivenölmühle bevor wir Grazalema erreichen, wo wir heute übernachten. (F)
7. Tag (So) Ronda - Malaga
Ronda ist eine der schönsten und ältesten Städte Spaniens. Sie ist auf einem 780m hohen Felsplateau erbaut und wird durch eine 100m tiefe Schlucht dramatisch geteilt. Hier hat sich die alte und andalusische Tradition und Lebensweise bis heute weitgehend erhalten. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich allesamt auf der südlichen Altstadtseite wie z.B. die Stabskirche "Santa Maria Mayor" mit ihren maurischen Kapellen. Ursprünglich als mohammedanische Moschee errichtet, wurde das Gebäude nach der Eroberung durch die Truppen der katholischen Königin Isabella in eine christliche Stiftskirche umgewandelt. Hauptanziehungspunkt ist die aus dem 18. Jh. stammende Steinbrücke, die zur Altstadt hinüber führt. Sie überspannt den Fluss Tajo, aus dem früher die christlichen Sklaven der maurischen Herrscher Wasser empor schleppen mussten. Eine weitere Attraktion ist die älteste Stierkampfarena Spaniens. Ronda gilt als Geburtsstätte des Stierkampfes, denn hier wurden im 18. Jh. die heute noch gültigen Regeln aufgestellt. Weiterfahrt nach Malaga. Abschieds-Essen in einem Restaurant. (FA)
8. Tag (Mo) Rückflug
Der Vormittag steht in Malaga für eigene Erkundungen zur freien Verfügung. Mittags Transfer zum Flughafen für den Rückflug nach Frankfurt. Alternativ indiv. Badeverlängerun an der Costa del Sol.