Hinfahrt - 310 km (A)
Individuelle Anreise zum Berliner Hauptbahnhof. Um 14:00 Uhr empfängt Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter am Bus, und die Reise beginnt. Aufbruch und Moderne des "neuen" Polen bemerken wir gleich in der pulsierenden Messestadt Poznan (Posen), unserem heutigen Ziel. Wer nach dem Abendessen im Hotel noch sprüht vor Energie, stürzt sich ins Nachtleben: Kommunistische Nostalgie samt Revolutionsliedern lebt weiter im Proletaryat. Doch auch das nachts beleuchtete Rathaus, die "Perle der polnischen Renaissance", wirkt berauschend. |
Kleine Kreuzzüge im Kulmer Land - 150 km (F, A)
Morgens die Altstadt von Poznan, mittags der Dom zu Gniezno (Gnesen), Krönungskirche der polnischen Könige. Auf den schweren Bronzetüren verfolgen wir auf 18 Reliefs den heiligen Adalbert bei der Arbeit: beim Missionieren der Pruzzen. Auf den Spuren der Ordensritter ziehen wir ostwärts nach Torun (Thorn, UNESCO-Kulturerbe), spazieren zum gotischen Rathaus und bemerken viele junge Leute um uns herum, Sonnenbrillen und die neueste Mode - die Studentenstadt ist alles andere als verstaubt! 150 km. Freuen Sie sich abends auf Borschtsch, Bigos & Co. in einem gemütlichen Lokal in der Altstadt. Tipp für danach: Der Musikclub eNeRDe (NRD=DDR) ist etwas Besonderes - beim Zuprosten mit Ihren Tischnachbarn können Sie ja über die vergangene Fußball-EM in Polen diskutieren. |
Auf nach Masuren - 310 km (F, A)
Universität und Lebkuchenmarkt, Plätze und Straßen - alles Kopernikus. Beim gemeinsamen Rundgang durch das gotische Torun begegnet uns der berühmte Sohn der Stadt auf Schritt und Tritt. Mit den Taschen voll des süßen Kopernikus-Lebkuchengebäcks fahren wir über Olsztyn (Allenstein) zum Talter Gewässer - Kiefernwälder säumen den Weg, Weizenfelder wiegen sich im Wind. Auf der Fahrt nach Mikolajki (Nikolaiken) sprechen wir über den Versöhnungsprozess zwischen Polen und Deutschen, die heute wieder als gute Nachbarn zusammenleben. |
Auf zur masurischen Seenfahrt (F, A)
Mit der Weißen Flotte schippern wir von Mikolajki über zwei Seen hinüber zur Johannisburger Heide, dem größten Waldgebiet des Landes. Dort können Sie nachmittags wandern oder walken auf wunderbar weichem Sandboden zwischen duftenden Kiefern und Birken - auch mit bloßen Füßen. Oder Sie trinken einfach nur entspannt Kaffee in Ruciane Nida (Rudczanny) und blicken auf den See. Gegen Abend stakt uns ein Kapitän im Boot über die Krutynia (Kruttinna); mit ihm sprechen wir über den Tourismus im Naturschutzgebiet, momentan ein Garant für bescheidenen Wohlstand. Dann knistert das Lagerfeuer, wo das Fleisch für unser Abendessen brutzelt. |
Kleine Masurenrundfahrt - 120 km (F, A)
Unsere Tour beginnt pilgernd zur barocken Wallfahrtskirche Heiligelinde (Swieta Lipka). Dominiert meist Backsteingotik die Gotteshäuser, so haben sich die Jesuiten hier mit vielen Verzierungen und einer Orgel verwirklicht, die Ohr wie Auge verzückt: Geschnitzte Figuren tanzen im Takt der Musik. Der Leichtigkeit folgt ein Moment der Schwere: Bei Ketrzyn (Rastenburg) erinnert eine Gedenkstätte an den Widerstand aus dem Kreis um Graf von Stauffenberg. In dem Film "Operation Walküre" spielt Tom Cruise den adligen Attentäter, dessen Bombe Hitler in der Wolfsschanze nur leicht verletzte. Das gesamte Gebiet ist gepflastert mit Nazibeton der Bunker des früheren Hauptquartiers. |
Frombork und das Frische Haff - 280 km (F, A)
Wenn Sie den See sehen, brauchen Sie kein Meer mehr: Sie werden sich wundern beim Anblick des Frischen Haffs - eine riesige Lagune, ein kleines Binnenmeer! Auf unserem Weg nach Danzig (Gdansk) besuchen wir den "halben Dom" in Dobre Miasto (Guttstadt) und den ganzen Dom von Frombork (Frauenburg). Hier arbeitete Kopernikus als Kleriker und beobachtete hobbymäßig den Sternenhimmel über dem Frischen Haff. Daraus resultierte seine Theorie von der Sonne als Fixstern und von einer bewegten Erde. |
Symbol der Freiheit (F, A)
Das Tor zur Welt: Als Hansestadt erlebte Danzig seine ökonomische Blüte, und die Zeugen dieser Epoche schauen wir uns gemeinsam an - den Langen Markt mit den pastellfarbenen Patrizierhäusern samt Rathaus und Neptunbrunnen, das Krantor und die monumentale Marienkirche. Ihr Reiseleiter gibt Ihnen Tipps für den freien Nachmittag: Folgen Sie den literarischen Spuren von Günter Grass bis ins Restaurant Turbot, das Gerichte nach den Rezepten des Literaturnobelpreisträgers serviert - auch den Butt in Sauerampfer. Oder nehmen Sie es sportlicher und schauen Sie sich in Oliva (Oliwa) um, wo die deutsche Fußballnationalmannschaft während der EM 2012 ihre Basis hatte. Beim gemeinsamen Abendessen in einem Traditionslokal gönnen wir uns ein wenig "Goldwasser". Vielleicht danach noch einen Digestif in der schrägsten Bar von Danzig - im Fliegenden Holländer ist wirklich alles schief... |
Marienburg und Sopot - 160 km (F, A)
Hinein ins Mittelalter, in die Zeit der Kreuzzüge: Die Marienburg (Malbork, UNESCO-Kulturerbe) thront am Ufer der Nogat. Hier diktierten die Ritter des Deutschen Ordens das Christentum und kontrollierten den Handel, bis das koloniale Reich zerfiel und die Polnisch-Litauische Republik das ordentliche Bernsteinmonopol erbte. Ihr Reiseleiter kann viele Geschichten aus jener Zeit erzählen, aber auch zu den unendlich aufwendigen Renovierungsarbeiten. Zurück in Danzig nutzt jeder den Tag auf seine Weise: Bernstein "fischen" in den Straßen von Danzig oder doch lieber am Strand? Eine Straßenbahn bringt Sie zum mondänen Jugendstilstrandbad Sopot (Zoppot) mit seiner 512 m langen Mole. Hier spielt sich an warmen Tagen das Leben der Danziger ab: flanieren, baden, Sonne tanken ... Genießen Sie es mit ihnen! |
Die Kaschubische Schweiz - 380 km (F, A)
Die Kaschubische Schweiz in Westpreußen ist ein wenig wie Masuren in Miniatur: Viele Seen verstecken sich in einem waldigen Hügelland. Im Museum von Kartuzy (Karthaus) lernen wir die Traditionen der Kaschuben kennen. Am späten Nachmittag erreichen wir Stettin (Szczecin). 380 km. Beim Abendessen feiern wir polnischen Abschied in einem gemütlichen Lokal. Danach noch in das Winiarnia Bachus oder in die bootsförmige Bar Christoph Columbus? Oder, oder, oder... - und das alles an der Oder. |
Rückfahrt - 170 km (F)
Auf dem Marktplatz von Stettin, der pommerschen Kapitale, stehen wir vor bunten und fröhlichen Fassaden, die die Lebenslust der maritimen Metropole widerspiegeln - und wieder einmal wundern wir uns, wie wenig uns die moderne, lebensfrohe Art Polens vor dieser Reise bekannt war! Dann sagen wir "Do widzenia" und fahren zurück nach Berlin. Gegen 13:30 Uhr erreichen wir den Hauptbahnhof, von dort reist jeder individuell heim. |
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- Alle Höhepunkte von Masuren & Pommern
- Unberührte Wälder- und Seenlandschaften
- Bootsfahrt auf den masurischen Seen
Kleine und große Wunder erleben wir in der Wasserwelt Polens: die weiten Seen von Masuren, das Frische Haff, die Kaschubische Schweiz in Pommern - wahre Naturschönheiten. Dazwischen starke Ströme wie Warthe, Oder und Weichsel.

Dazu eine reiche Kultur: Seefahrende Händler der Hanse prägten das Land mit Städten wie Danzig, Stettin und Torun. Adel und Kirche bauten mächtige Burgen und Dome wie in Marienburg oder Frombork. Ganz gemütlich, mit viel Zeit für Ihre eigenen Entdeckungen, reisen wir in zehn Tagen durch Polens Norden und erleben hautnah Tradition und Moderne.

Lernen Sie die Masurischen Seen kennen...

Erkunden Sie das sehenswerte Danzig...

Frombork mit dem Frischen Haff im Hintergrund...

Besuchen Sie die Marienburg...

Zum Abschluss Ihrer Reise sehen Sie Stettin...
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